Sicherheits- & Alarmtechnik

Wussten Sie schon…?

“Alle vier Minuten steigt irgendwo in Deutschland ein Dieb in ein Haus oder eine Wohnung ein. Erst kürzlich meldete die Polizei: Die Zahl der Einbrecher hat einen Rekordwert erreicht. 152.000 Einbrüche wurden im vergangenen Jahr bei der Polizei gemeldet – der höchste Stand seit 15 Jahren. “(Quelle:Focus Online)

Hierzu gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht.

Zuerst die Gute: Mit moderner Technik und Vorkehrungen Sie können sich schützen – UND – es gibt sogar Geld vom Staat dazu.*

Die schlechte: Ein Einbruch lässt sich leider nie komplett ausschließen.

ALLERDINGS – in der Regel bricht der Täter nach 2-5 Minuten ab, wenn er durch mechanische oder elektronische Sicherungseinrichtungen nicht zum Ziel kommt oder anderweitig gestört wird.

Schützen können Sie sich unter anderem mit einer Einbruchmeldeanlage(EMA). Deren Aufgabe ist es speziell ungebetene Eindringlinge sicher zu erkennen und zum einen lautstark und zum anderen per Nachricht an den Eigentümer oder ein angeschlossenes Wach- und Sicherheitsunternehmen zu verraten.

So werden die verschiedenen Ereignisse z.B. an angeschlossene Sirenen gemeldet, die im Innen und Außenbereich mit bis zu 120dB Schallpegel signalisieren. Auch hart gesottene Einbrecher halten das nur wenige Sekunden aus.

Im vernetzten Haus oder auch “Smart Home” genannt lässt sich darüber hinaus die Beleuchtung per Handy ein- und ausschalten und die Zeitschaltung von Lampen, Jalousien oder anderen gewünschten Aktoren schalten und regeln.

Entgegen der oft vertretenen Meinung, sind derartige Überwachungsanlagen, selbst vom Fachmann installiert, inzwischen deutlich günstiger als noch vor Jahren.

Außerdem: Wer für sein Haus oder seine Wohnung Sicherheitsvorkehrungen mit mechanischen, elektrischen und elektronischen Mitteln nachweisen kann, sollte es seiner Versicherung nicht verschweigen und Preisnachlässe beim Beitrag aushandeln.

*Update per 20. November 2015: Die KfW- Förderung für Maßnahmen zum Einbruchschutz kann ab sofort in Anspruch genommen werden, wie das Bundesbauministerium mitteilte. Das Mindestvolumen der Investitionen liegt bei 500,00 Euro. Gefördert werden 10% der Investition. Mieter und Hausbesitzer können sich Zuschüsse von bis zu 1.500 Euro für einbruchsichere Türen, Fenster , Einbau von Systemen zur Einbruchs- und Überfallmeldung und Einbau von Türkommunikation und Gegensprechanlagen sichern.


2016-04-15-EPS-Web-Alarm-An


So rüsten Sie Ihr Haus (Ihre Wohnung) gegen Einbrecher

Überprüfen Sie Ihr Heim auf Schwachstellen! Angekippte Fenster oder Türen, die nur ins Schloss gezogen sind sind direkte Einladungen an potentielle Einbrecher. Wenig Probleme bereiten Einbrechern auch gut erreichbare und schlecht gesicherte Eingangs-. Hinter, Nebentüren, sowie ungesicherte Fenster und Kellerlichtschächte. Hohe Hecken und Sträucher und nicht beleuchtete Hofgrundstücke bieten für Bewohner, aber auch für Einbrecher Sichtschutz. Nutzen Sie alle (sinnvollen) mechanischen Schutzmöglichkeiten!

So können Nebeneingangstüren wirkungsvoll mit massiven Schubriegeln, Vorlegestangen aus Holz oder Profilstahl oder mit einem Querriegelschloss nachgerüstet werden. Auch können abschließbare Fenstergriffe eine sinnvolle Ergänzung sein. Weiter lassen sich betonierte Kellerlichtschächte meist sehr gut mechanisch sichern. Für Nachrüstungen sollte man auf jeden Fall den Rat eines Fachbetriebs einholen.

Elektrische und Elektronische Maßnahmen

Einfach und schon effektiv sind helle Scheinwerfer und Lampen im Eingangs-, Garten- und Hofbereich in Verbindung mit Bewegungsmeldern. Die Täter wollen meist nicht beleuchtet werden und ziehen sich bestenfalls direkt zurück. Oft können diese Melder auch in Verbindung mit vorhandenen oder nachrüstbaren Haussteuerungen gekoppelt werden. Solche modernen Smart-Home-Systeme bieten unterschiedliche Möglichkeiten zur Einbruchsverhinderung. Im sogenannten „intelligenten Haus“ arbeitet eine zentrale Steuerungs- und Kommunikationseinheit, die verschiedene Sender und Sensoren im Haus untereinander verbindet. So lassen sich Zugänge und wichtige Bereiche mit Hilfe von Tür- und Fenstersensoren und Bewegungsmeldern überwachen. Bewegungen sowie das Öffnen und Türen und Fenstern kann dann z.B. direkt per Email oder SMS auf das Mobiltelefon des Besitzers gemeldet werden.

Fazit:

Sein Haus in dieser Art und Weise aufzurüsten, ist oft nicht ganz billig. Allein für Sicherheitstüren werden schnell mehrere Tausend Euro fällig. Wer das Sicherheits-gesamtpaket nicht auf einmal finanziell stemmen kann oder will, kann zum ersten auf zur Zeit sehr günstige Finanzierungskonditionen und zum zweiten auf die Förderung der KFW-Bank zurückgreifen.

Zu guter Letzt:

Wer unvorsichtig ist, gefährdet seinen Versicherungsschutz!

Konnte der Einbrecher am Ende sein Ziel erreichen, sollten die Bewohner den Schaden umgehend ihrer Hausratversicherung melden. Sie erstattet den Opfern bei entsprechendem Vertrag die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und die Aufwendungen für Reparaturen beispielsweise von aufgebrochenen Fenstern.  Geht der Versicherte allzu leichtfertig mit der Sicherung seines Hauses um, riskiert er Abzüge bei der Erstattung. Kann dem Haus- oder Wohnungsinhaber ein Mitverschulden am Einbruch nachgewiesen werden, z.B. dass Fenster angekippt oder die Haus- und Nebeneingangstüren nicht abgeschlossen waren, reduziert sich der Schadenersatz entsprechend dem Grad der eigenen Unvorsichtigkeit. Da entscheidet der jeweilige Einzelfall, ob das Mitverschulden bei 20 oder gar 80 Prozent liegt.

Kommentare sind geschlossen